Wichtige Fragen


Im Folgenden beantworten wir jene Fragen, die uns während der Beratungsgespräche hinsichtlich der 24h-Betreuung am häufigsten gestellt werden. Sollten Sie an dieser Stelle dennoch keine Antwort auf Ihre Fragen finden, bzw. möchten Sie sich ausführlicher über einen bestimmten Sachverhalt aus dem Themenbereich “24h-Betreuung” informieren, so bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen. Alle hier zu benötigten Daten finden Sie unter unter diesem Link.

 

 

I. ALLGEMEINES

 

1. Was bedeutet genau 24h Betreuung?

Die polnische Betreuungskraft, die für einen bestimmten Zeitraum nach Deutschland kommt, wird im Haushalt der zu betreuenden Person untergebracht. Sie darf Tätigkeiten aus den Bereichen „Haushalt“ und „Grundpflege“ übernehmen. Leistungen der medizinischen Pflege liegen dagegen nicht in ihrem Kompetenzbereich.

Durch die Unterbringung der Betreuerin im Haushalt des Pflegebedürftigen entsteht mit Sicherheit ein Betreuungsverhältnis besonderer Art, das allerdings nicht als eine Rund-um-die-Uhr Tätigkeit definiert werden kann.  

Weitere interessante Informationen zum Thema „24h Betreuung“ finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

 

2. Was muss man unbedingt bei einer Entscheidung für die 24h Betreuung durch eine polnische Betreuerin beachten?

Die Entscheidung für die polnische Betreuungskraft ist stets mit der Notwendigkeit ihrer Unterbringung im Hause der zu pflegenden Person verbunden. Dies bedeutet, dass der Auftraggeber ein Zimmer für die Betreuungskraft zur Verfügung stellt. Er übernimmt auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

 

 

3. Wie lange dauern Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist?

Der Vertrag über die 24h Betreuung wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und ist jederzeit mit zweiwöchiger Frist kündbar.

 

 

4. Wer haftet für mögliche Schäden? 

Die polnischen Entsendeunternehmen, mit denen Optimum pro Senior kooperiert, verfügen über eine Haftpflichtversicherung, die eventuelle, vom Betreuungspersonal unwillkürlich verursachten Schäden, übernimmt. 

 

 

 II. RECHTLICHES

 

1. Auf welcher rechtlichen Grundlage beruht die Tätigkeit der von uns vermittelten Betreuungskräfte in deutschen Haushalten mit Pflegebedürftigen?

Auf der Grundlage der Verordnung zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit vom 01. Mai 2010. Demnach darf ein Unternehmen mit Sitz in einem Staat der Europäischen Union seine Mitarbeiter in ein anderes EU-Land entsenden, wobei die Rechtsvorschriften des Entsendestaates – in diesem Falle Polen – weiterhin gelten.

 

 

2. Wie wird im Falle einer Kontrolle durch die Mitarbeiter des deutschen Zollamts die Rechtmäßigkeit der Beschäftigung der polnischen Betreuungskraft nachgewiesen?

Durch die Vorlage der A1-Bescheinigung. Es ist das einzige Dokument, das die Legalität der Beschäftigung des polnischen Personals in deutschen Privathaushalten mit Pflegebedürftigen nachweist.

 

 

3. Wer stellt die A1-Bescheinigung aus?

Der polnische Sozialversicherungsträger ZUS (Anstalt der Sozialversicherungsgemeinschaft). Dieser übersendet die A1-Bescheinigung samt der europäischen Krankenversicherungskarte für die Betreuerin per Einschreiben direkt an die Adresse der pflegebedürftigen Person in Deutschland.

 

 

4. Was passiert, wenn die A1-Bescheinigung nicht vorliegt?

Liegt für die Beschäftigten aus Polen die Bescheinigung A1 nicht vor, so wird in den meisten Fällen durch den deutschen Zoll eine Pflichtanmeldung zur Sozialversicherung nach deutschem Sozialversicherungsrecht veranlasst. Infolge dessen werden die zu betreuende Person zum Arbeitgeber und die polnische Betreuerin zum Arbeitnehmer deklariert. Da die Pflichtanmeldung in das hiesige Sozialversicherungssystem rückwirkend erfolgt, muss mit Nachzahlungen der Sozialbeiträge gerechnet werden.

 


5. Müssen die Betreuerinnen in Deutschland angemeldet sein?

Bei der Mitarbeiterentsendung erfolgt keine Anmeldung der Betreuerin in Deutschland. Stattdessen wird die A1-Bescheinigung auf den Namen der zu betreuenden Person ausgestellt. Dort wird auch die polnische Betreuerin namentlich erwähnt, die im Hause des Pflegebedürftigen tätig sein darf.

 


6. Was geschieht, wenn die polnische Betreuungskraft dringend medizinische bzw. zahnmedizinische Hilfe in Anspruch nehmen muss?

Jede entsandte Mitarbeiterin unseres polnischen Partners ist – bekundet durch die A1-Bescheinigung – krankenversichert und besitzt die Europäische Versicherungskarte. Mit dieser Karte kann sie sich überall in Deutschland problemlos medizinisch behandeln lassen.

 


7. Ist es möglich, als Alternative zur Mitarbeiterentsendung eine polnische Betreuerin mit deutschem Gewerbeschein zu engagieren?

Anders als etwa in Österreich wird die Tätigkeit einer selbständigen Betreuungskraft in hiesigen Privathaushalten von dem deutschen Zoll skeptisch betrachtet. Denn nach dem in Deutschland geltenden Sozialversicherungsrecht ist eine selbständige Person, die auf Dauer und im Wesentlichen für einen Auftraggeber tätig ist, scheinselbständig. Indizien für die Scheinselbständigkeit liefert bereits die Tatsache, dass die selbständige Betreuerin gegenüber ihrem Auftraggeber ortsgebunden ist, also im Haushalt der zu betreuenden Person wohnt und dort arbeitet.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass viele selbständige Betreuungskräfte aus Polen über keine Krankenversicherung verfügen, um Kosten geringer zu halten.

 

 

III. FINANZIELLES

 

1. Wer trägt die Flug- bzw. Buskosten der polnischen Betreuungskräfte?

Die Flug- bzw. Buskosten werden jedes Mal – das heißt auch bei Betreuungswechsel – von dem polnischen Arbeitgeber vollständig übernommen.

 


2. Wird die Vermittlungsgebühr einmalig bezahlt?

Bei der Vermittlungsgebühr handelt es sich um keine Jahresgebühr, sondern um eine einmalige Geldleistung, die für die gesamte Vertragsdauer gilt. Sie ist vierzehn Tage nach der Erstvermittlung fällig. Bei weiteren Vermittlungen, etwa im Falle einer Erkrankung der Betreuungskraft bzw. bei deren Besuch in Polen (Betreuungswechsel), entstehen keine weiteren Kosten.

 

 

IV. ORGANISATORISCHES

 

1. Wie lange benötigt Optimum pro Senior für die Vermittlung einer Betreuungskraft?

Man muss mit ca. sieben bis zehn Tagen Vermittlungszeit rechnen. Dies hängt vor allem mit der Ausstellungsdauer des Nachweises über die Sozial- und Krankenversicherung (Formular A1) zusammen. In dringenden Fällen ist es möglich, die Vermittlungszeit auf wenige Tage zu verkürzen.

 

 

2. Wie lange bleibt die Betreuerin im Hause des Pflegebedürftigen?

In der Regel bleibt die Betreuerin mindestens zwei bis drei Monate in Deutschland. Nach Ablauf dieses Zeitabschnittes kommt es zum Wechsel des Personals: an dem zuvor vereinbarten Datum verlässt die Betreuungskraft das Haus des Auftraggebers und fährt nach Polen zurück; sie wird noch am selben Tag durch eine andere Mitarbeiterin des Pflegedienstes ersetzt. Es ist jedoch auch möglich, die Wechselintervalle individuell zu vereinbaren.

Letztendlich ist die Verbleibdauer der Betreuungskraft im Wesentlichen von den gesundheitlichen und zwischenmenschlichen Gegebenheiten vor Ort abhängig. 

 

3. Wie viel Betreuerinnen sind für die pflegebedürftige Person in Deutschland zuständig?

Gewöhnlich sind dieselben zwei Betreuerinnen für einen Pflegebedürftigen zuständig. Sie wechseln sich nach dem unter Punkt 2. genannten Muster ab.

 

 

4. Was geschieht, wenn die Betreuungskraft erkrankt und ihre Tätigkeit aus diesem Grund nicht fortsetzen kann?

Unser polnischer Partner entsendet innerhalb weniger Tage eine Ersatzbetreuung. Dasselbe gilt für alle anderen Fälle, in denen die Betreuerin aus unvorhergesehenen und schwerwiegenden Gründen ihren Einsatzort frühzeitig verlassen müsste.

 

 

5. Wie wird in dem Falle vorgegangen, wenn die sprichtwörtliche “Chemie” nicht stimmt?

Der zu betreuenden Person wird eine neue Kandidatin vorgestellt, die die Betreuung bereits nach wenigen Tagen übernehmen kann. Damit sich die vorhandenen Probleme in Zukunft nicht wiederholen, werden bei der Suche nach der neuen Betreuerin jene Aspekte stärker berücksichtigt, die das Zusammenleben der Beteiligten belasteten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man vor einer erneuten Vermittlung ein klärendes Gespräch mit allen Parteien durchführt.

 

 

6. Wer kümmert sich um die An- und Rückreise der Betreuungskräfte?

Die gesamte Organisation der An- und Abreise wird von Optimum pro Senior koordiniert und durchgeführt.

 

 

7. Wer ist der Ansprechpartner für die pflegebedürftige Person und deren Angehörige?

Während der gesamten Vertragsdauer ist Optimum pro Senior in allen Belangen direkter Ansprechpartner für die Kunden in Deutschland.

 

 

Wichtige Fragen zum Thema Senioren Betreuung